Landgestüt Warendorf

Nordrhein - Westfälisches Landgestüt in Warendorf - Ihr Partner für die erfolgsorientierte Pferdezucht!

 

Im Jahre 1826 wurde das Landgestüt Warendorf auf Wunsch der Züchter Westfalens und der Rheinprovinz gegründet, um die Wirtschaftlichkeit der landwirtschaftlichen Betriebe durch systematische Pferdezucht zu verbessern. Am 1. Februar 1826 standen 13 ostpreussisch gezogene Hengste den Züchtern im Landgestüt zur Verfügung, ihnen wurden im Gründungsjahr 943 Stuten zugeführt. 1839 waren es bereits 70 Hengste und 1878 war der Bestand gar auf 100 Hengste angewachsen. Da der Platz am alten Standort Münstertor nicht mehr ausreichte wurde das Landgestüt 1888 am heutigen Standort auf der rechten Emsseite in Betrieb genommen und unter Denkmalschutz gestellt.
 
In den ersten Jahren diente Warendorf ausschliesslich der Warmbluthengsthaltung, mit Hilfe der edlen Hengste aus Ostpreussen sollten die bodenständigen Landschläge die notwendige Verbesserung erfahren. Als Folge der Intensivierung des Ackerbaus verlangte der westfälische Bauer aber wieder nach einem schwereren Pferd. Diesem Wunsch kam die Gestütsleitung nach und stellte fortan auch schwerere Warmbluthengste und Kaltbluthengste zur Verfügung.
1920 verfügte das Landgestüt über 88 Hengste der Edelzucht, damals bahnte sich der Wandel in der Westfälischen Warmblutzucht an. Es brach die grosse Zeit der Beschäler Herrscher, Burgadler, Amadeus und Amaranth an. Ihre Nachkommen dominierten über viele Jahre das züchterische Bild Westfalens. Später trat der berühmte Sonnenschein hinzu. Das Zuchtziel war zwischen den Weltkriegen wie folgt umrissen: "ein kräftiges, breites, gut gebautes und gängiges Arbeits-, Reit- und Wagenpferd."

Kaltbluthengste im vollen Galopp

Nach dem zweiten Weltkrieg liessen die Nachfrage nach Arbeitspferden und die Flucht in die Sachwerte, die während des Krieges bereits sehr hohen Bedeckungszahlen noch weiter emporschnellen. Zu Beginn der fünfziger Jahre lief eine grundlegende Umstrukturierung des Hengstbestandes an. Die westfälische Kaltblutzucht, deren weltweiten Ruf das Landgestüt entscheidend gefördert hatte, unterlag einem ständigen Schrumpfungsprozess. Das Landgestüt verfügt zur Zeit noch über 13 Kaltbluthengste, sie sollen zur Erhaltung eines unersetzbaren Kulturgutes beitragen. Die Nachfrage nach Kaltblutpferden kommt heute noch aus der Land- und Forstwirtschaft, sowie von den Brauereien.

Im Landesteil Nordrhein führte der starke Rückgang der Kaltblutzucht 1957 zur Aufhebung des Landgestüts Wickraths. Seit dieser Zeit werden die rheinischen Deckstellen mit Warendorfern Hengsten besetzt.
Das Wort "Leistungszucht" wurde zur vermeintlichen Neukreation. Sind Pferde nicht zu allen Zeiten auf Leistung gezüchtet worden? Natürlich hat aber die veränderte Nutzungsform zu einer Modifikation des Leistungsgedanken geführt.


Die jährlich stattfindenden Hengstparaden in Warendorf -
ein Muss für jeden Pferdefreund!

In wechselvoller Geschichte hat das Landgestüt die gestellten Aufgaben und  vielfach geänderten Anforderungen jederzeit vorbildlich erfüllt. Die letzte grosse einschneidende Massnahme wurde sicherlich durch die fortschreitende Motorisierung ausgelöst.
Das Ziel aller Bemühungen des Nordrhein-Westfälischen Landgestüt ist es, geeignete Pferde für den Spitzen- und Breitensport, sowie auch die Freizeitreiterei zu züchten. Das durchdachte Zuchtprogramm beweist seine Richtigkeit, indem immer wieder grossartige internationale Spitzenpferde aus unseren Landbeschälern hervorgehen. Die züchterische Arbeit des Landgestüts zielt darauf ab, die Reitqualität der Pferde zu verfeinern. Es gilt darum, reitrelevante Konstruktionsmerkmale und Interieurwerte, d.s. Charakter, Temperament und Handlichkeit zu vervollkommnen.
Nach der Devise : "Zucht und Sport an einem Ort" versteht es die sehr inovative Landstallmeisterin Frau Susanne Rimkus immer wieder auch die Hengste des Landgestüts im grossen Sport vorzustellen, denken wir hier nur an Potsdam, Gralshüter, Fidermark, Laurentianer und wie sie alle heissen, durch diesen Einsatz wird einerseits die Leistungsfähigkeit der Hengste unter Beweis gestellt, andererseits natürlich auch die Begehrlichkeit der Nachkommen gefördert.
Susanne Rimkus
Die Remontierung der Hengste für das Landgestüt wird durch jährliche Zukäufe , vornehmlich anlässlich der Körung in Münster-Handorf, und durch Pacht von Hengsten mit guter Gesundheit, hervorragenden Exterieur- und Interieurwerten sowie Leistungspotential und Abstammungen die einem hohen internationalen Stellenwert entsprechen sichergestellt. Das Landgestüt verfügt über keine eigene Aufzuchtstätten, denn nur eine sehr grosse Zahl aufgezogener Hengstkandidaten ermöglicht eine wirkungsvolle Selektion.
Nicht allen Junghengsten wird es gelingen eine eigene Hengstlinie zu begründen, alle aber werden sie hoffentlich in den Stutenfamilien Eingang finden. Zuchtfortschritte sind erfahrungsgemäss am ehesten über gut selektierte Vatertiere zu erreichen, was wohl im wesentlichen auch in der Zahl der Nachkommen zu suchen ist, dennoch darf die Wichtigkeit einer hervorragenden Stute keinesfalls unterschätzt werden.
Das Ziel ist es die Landgestütshengste solide auszubilden, züchterisch vernünftig einzusetzen und keine "Handelsware" daraus zu machen. Darum sind die Hengstaufzüchter auch stolz darauf, wenn Sie einen Hengst dem Landgestüt verkaufen können, der wenn er zu Ansehen gelangt, dem Züchter und Aufzüchter über viele Jahre zu Ruhm, Ansehen und berechtigtem Stolz verhelfen kann.

Fürst Piccolo v. Fidermark - Mephistopheles - Rembrandt
Der heutige Hengstbestand in Warendorf beläuft sich auf 94 Warmbluthengste, 1 Trakehnerhengst, 2 Anglo-Araber, 1 Vollbluthengst sowie 13 rheinisch-deutsche Kaltbluthengste.
Um die Züchterschaft im Lande betreuen zu können und eine sinnvolle Verteilung der Hengste zu gewährleisten, betreibt das Landgestüt zur Zeit 25 Deckstellen und Besamungsstationen, wo sich von Mitte Februar bis Ende Juli die Landbeschäler aufhalten. Etwa 20 Hengste bleiben das ganze Jahr im Landgestüt, wo die grösste Besamungsstation eingerichtet ist.

Die SWISS HORSE MANAGEMENT  ist seit dem 1. Januar 2004 offiziell die exklusive Vertretung des Landgestüts Warendorf in der Schweiz, worauf wir natürlich sehr stolz sind. Unseren Züchtern stehen sämtliche in der Besamung eingesetzten Hengste zur Verfügung, sowie das gesamte TG-Depot des Landgestüts, ein kleiner Teil der Hengste ist auch für das Studbook ZVCH anerkannt, die übrigen können durch lösen einer Einzeldeckbewilligung beim ZVCH in Avenches verwendet werden.

Anerkannt 2004 für das Studbook ZVCH sind:
* Don Bedo v. Donnerhall-Rosenkavalier
* Ferragamo v. Freigraf-Ehrensold
* Florestan I v. Fidelio-Rheingold

erne beraten wir Sie ausührlich über die angebotenen Hengste, für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:


info@swisshorsemanagement.ch