Parasitenbekämpfung beim Pferd

 

von Dr. Andreas Gygax, Tierklinik Dalchenhof, CH-Brittnau


Parasitenbekämpfung beim Pferd 

Bekämpfungsmassnahmen gegen Parasiten sind zur Gesunderhaltung der Pferde wichtig. Neben den Rundwürmern (Strongyliden) und den Magenbremsen kommt neuerdings auch dem Bandwurm eine wachsende Bedeutung zu. Lungenwürmer sind dagegen eher selten und spielen vor allem bei gleichzeitiger Haltung von Eseln eine gewisse Rolle.

Eine wirksame Bekämpfung ist auf zwei Massnahmengruppen aufgebaut: 

1. Die planmässige Verabreichung von Medikamenten zur Elimination vorhandener Parasiten.

 
2. Weidehygiene, d. h. regelmässiges Einsammeln des Kotes auf der Weide (1x pro Woche).


Strongyliden im Darm

Zeitpunkt

 

Produkt Wirkungsbereich

Vor Beginn Weideperiode

(März)

Equest® (Moxidectin)

Eqvalan® (Ivermectin)

Rundwürmer

Magenbremsen

Lungenwürmer

Ektoparasiten (Milben/Zecken/Läuse)

Mitte Weideperiode

(Juli/August)

Strongid® (Pyrantel)

Panacur® (Fenbendazol)

Eqvalan® (Ivermectin)

Rundwürmer

Ende Weideperiode/Winter

(Dezember)

Equimax® (Ivermectin & Praziquantel)

Bandwurm

Rundwürmer

Magenbremsen

Lungenwürmer

Ektoparasiten (Milben/Zecken/Läuse)

Bei Zuchtstuten empfiehlt sich der Einsatz von Equest® (Moxidectin) oder Eqvalan® (Ivermectin) etwa 4 Wochen vor dem Abfohlen. Fohlen sollten erstmals im Alter von 4 bis 8 Wochen, danach alle 2 Monate bis zum Alter von 6 bis 12 Monaten behandelt werden. Für Fohlen besonders geeignet ist Panacur® (Fenbendazol), bei älteren Tieren auch Eqvalan® (Ivermectin) oder Strongid® (Pyrantel).

 

weitere Informationen über: 

info@swisshorsemanagement.ch